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Oldenburger Kantor Johannes von Hoff mit Ehrentitel „Kirchenmusikdirektor“ ausgezeichnet

Kantor Johannes von Hoff und die Ansgari-Kantorei. Foto: Dirk-Michael Grötzsch

Verleihung des Ehrentitels „Kirchenmusikdirektor“ an Johannes von Hoff in der Ansgarikirche (von li. nach re.): Pastor Andreas Zuch vom Oberkirchenrat der oldenburgischen Kirche, Kantor Johannes von Hoff, Landeskirchenmusikdirektorin Beate Besser und Barbara Backens, Vorsitzende des Ausschusses für Kirchenmusik des Kirchenkreises Oldenburg Stadt. Foto: Dirk-Michael Grötzsch

Der Kirchenmusiker Johannes von Hoff (Ansgarikirche in Oldenburg-Eversten) ist mit dem Ehrentitel „Kirchenmusikdirektor“ ausgezeichnet worden. Damit würden in besonderer Weise ganz herausragende Leistungen für die Kirchenmusik in der oldenburgischen Kirche gewürdigt, betonte Landeskirchenmusikdirektorin Beate Besser am Sonntag, 27. September, während der Verleihung des Ehrentitels. Die feierliche Übergabe der Urkunde durch den Oberkirchenrat an Kantor Johannes von Hoff erfolgte im Gottesdienst in der Oldenburger Ansgarikirche. Musikalisch gestaltete die Ansgari-Kantorei den Gottesdienst. Im Anschluss fand ein Empfang in der Ansgarikirche statt.

Kantor von Hoff, der seit nunmehr fast 30 Jahren in der Ansgarikirche wirke, sei ein „hervorragender Musiker bis ins letzte Detail“, so Landeskirchenmusikdirektorin Besser. Die Ansgarikirche sei durch sein Schaffen eine „durchsungene Kirche“. Der Oldenburger Kammerchor und die Ansgari-Kantorei seien Chöre auf sehr hohem Niveau, was auch die vielen nationalen wie internationalen Auszeichnungen bewiesen.

Dass Kantor von Hoff durch seine Arbeit weit über die oldenburgische Kirche hinaus bekannt sei und geschätzt würde, betonte auch Pastor Andreas Zuch vom Oberkirchenrat der oldenburgischen Kirche. Am Entstehen des 2013 von der Synode der oldenburgischen Kirche verabschiedeten Kirchenmusikgesetzes habe von Hoff entscheidenden Anteil. Mit diesem Gesetz habe die Synode einen Meilenstein im Oldenburger Land gelegt, so Zuch. Während andere Kirchen im Bereich der Kirchenmusik sparen würden, habe die oldenburgische Kirche neue Stellen geschaffen. Insgesamt arbeiten nun 21 Kantorinnen und Kantoren in der oldenburgischen Kirche, darunter drei in sogenannten Profilstellen für Popularkirchenmusik und das Singen mit Kindern und Jugendlichen.

Singen und Musizieren sei eine ganz wichtige Säule des Gemeindelebens und es sei vielerorts sichtbar, wie segensreich das Wirken der Musikerinnen und Musiker ist, so Pastor Zuch.

Im Rahmen der Verleihung des Ehrentitels beglückwünschte auch Barbara Backens, Vorsitzende des Ausschusses für Kirchenmusik des Kirchenkreises Oldenburg Stadt, Kantor Johannes von Hoff. Im Namen der Kirchenkreissynode dankte sie ihm für sein Wirken über die Grenzen der Ansgarigemeinde hinaus.

Für Johannes von Hoff gibt es „nichts Schöneres, als das Hobby zum Beruf zu machen“. Er sei glücklich, dass er diesen Beruf habe ergreifen können, um anderen Menschen Freude mit der Musik zu bereiten, so von Hoff. Er freue sich, dass er dazu habe beitragen können, die Kirchenmusik in der oldenburgischen Kirche so weit nach vorn zu bringen. Mit Blick auf sein nahezu 30-jähriges Wirken an der Ansgarikirche dankte er für die große Unterstützung durch seine Ehefrau wie auch die der Kirchengemeinde St. Ansgar, des Teams der Küsterinnen, der Pfarrerschaft, des Förderkreises sowie der Chöre und seines Publikums. Er habe ein wirklich tolles Umfeld, in dem so viel möglich geworden sei, betonte von Hoff.

Seit fast 30 Jahren an der Ansgarikirche
Johannes von Hoff ist seit 1986 Kirchenmusiker und Kreiskantor an der Ansgarikirche in Oldenburg-Eversten. Von 2003 bis 2012 war er zudem Landeskirchenmusikdirektor der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg. Als Organist und Cembalist hat sich von Hoff durch eine rege Konzerttätigkeit im In- und Ausland einen Namen gemacht. Er ist Dozent für Chorleitung an der Carl-von-Ossietzky-Universität Oldenburg und Gründer des renommierten Oldenburger Kammerchors, der sich durch seine internationalen Konzertreisen und zahlreichen Preise bei nationalen wie internationalen Chorwettbewerben einen erstklassigen Ruf erworben hat. Darüber hinaus leitet von Hoff die Ansgari-Kantorei und verschiedene Projektchöre.

Von Hoff wurde 1959 in Siegen geboren. Er studierte Schul- und Kirchenmusik an der Musikhochschule Köln und legte hier das A-Examen ab. Darüber hinaus absolvierte er die Reifeprüfung in den Fächern Orgel (Prof. Michael Schneider) und Cembalo (Prof. Hugo Ruf). Zahlreiche Meisterkurse für Orgel und Chorleitung bei international renommierten Musikern (für Orgel etwa bei M.-C. Alain und G. Bovet, im Bereich Chorleitung zum Beispiel bei E. Ericsson, F. Bernius, und H. Max) rundeten die Ausbildung ab.

Ehrentitel „Kirchenmusikdirektor“
Mit diesem Ehrentitel „Kirchenmusikdirektor“ hat der Oberkirchenrat der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg insgesamt drei Kantoren ausgezeichnet: neben Johannes von Hoff auch Tobias Götting (Oldenburg) und Ralf Grössler (Wildeshausen). Am Sonntag, 20. September, wurde die Urkunde in der Alexanderkirche Wildeshausen an Ralf Grössler überreicht. Am Sonntag, 4. Oktober, 18 Uhr, erfolgt die Übergabe in der Oldenburger Lamberti-Kirche an Tobias Götting.


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