„Kommt, denn es ist alles bereit!“

Menschen stehen in der Kirche auf und kommen nach vorn. Männer, Frauen, Jugendliche – und ein kleines Mädchen. Ganz selbstverständlich stellt es sich in den Kreis am Altar, öffnet die Hände und wartet gespannt. Viele Jahrhunderte war die Teilnahme am Abendmahl an die Konfirmation gebunden. Diese Praxis hat sich in den letzten Jahren geändert. Jesus lädt ALLE ein, ungeachtet des Alters oder der kognitiven Fähigkeiten. Die Gemeinschaft mit ihm geht weit über das Denken und Verstehen hinaus. Das erleben auch Kinder, wenn sie mit hineingenommen werden in unsere Abendmahlsgemeinschaft. Und so können wir vielleicht sogar von ihnen lernen. „Schmecket und sehet, wie freundlich unser Gott ist.“ Auch die oldenburgische Synode hat die Gemeinden aufgefordert, die Teilnahme von Kindern am Abendmahl zu fördern. In unserer Nikolaikirche hat der Gemeindekirchenrat das Thema „Abendmahl mit Kindern“ intensiv behandelt. Die bereits seit vielen Jahren geltende, aber wenig praktizierte Regelung soll noch mehr zur Anwendung kommen: Kinder sind beim Abendmahl willkommen, wenn sie von ihren Eltern begleitet werden oder mit der Kinderkirche an einem Gottesdienst teilnehmen, auf den sie sich gemeinsam vorbereitet haben. In besonderen Familiengottesdiensten soll auch gemeinsam Abendmahl gefeiert werden. Dann und bei den Konfirmationen und an weiteren vier Gottesdiensten im Jahr wird Traubensaft zum Abendmahl gereicht, um Kinder unkompliziert mit einzubeziehen. Durch die Teilnahme am Abendmahl hoffen wir auch, dass Kinder mit ihren Eltern ins Gespräch kommen über die besondere Bedeutung dieses Sakramentes. Das Entscheidende ist, dass wir alle, Groß und Klein, immer wieder neu die Gemeinschaft mit Gott und untereinander erleben.

Elisabeth Korenke

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