"Soli"

Nach 30 Jahren endet 2021 der „Soli“, der Solidaritätszuschlag für den Aufbau der ostdeutschen Bundesländer und zum Angleichen der Lebensverhältnisse in ganz Deutschland. Tatsächlich ist der Unterschied zwischen West und Ost kaum noch größer als zwischen Nord und Süd, zwischen einzelnen Städten, zwischen Land und Stadt. Daher ist es richtig, dass der „Soli“ in seiner bisherigen Form abgeschafft wurde. Jetzt hat die Corona-Pandemie gezeigt, wie sehr Solidarität weiter gebraucht wird. Auch werden die öffentlichen Haushalte noch viele Jahrzehnte belastet sein. Hier stellt sich die Frage, ob wir den gesparten Soli im Geldbeutel behalten sollen oder ihn jetzt spenden? Die Pandemie hat die Menschen in unterschiedlichem Maße getroffen. Viele Organisationen, wie z. B. die Bahnhofsmission haben Schwierigkeiten, ihren Dienst unter Corona-Bedingungen anzubieten. Andere Nöte wie der Klimawandel oder die globale Gerechtigkeit waren auch schon vor Corona da und sind es immer noch, vielleicht sogar drängender. Wir möchten anregen, dass die, die es sich leisten können, den gesparten Soli in neue Richtungen lenken. Der Schaukasten der Gemeinde Bloherfelde ist dieser Frage gewidmet und bietet viele Anregungen dazu. Hunger, Krieg und Vertreibung sind immer noch quälende Probleme. UN-Organisationen wie das World Food Programme oder UNICEF kämpfen dagegen. Brot-für-die-Welt leistet von Seiten der Evangelischen Kirche diese Hilfe der weltweiten Entwicklungszusammenarbeit. Aber auch in Oldenburg kann Not gelindert werden: das Hilfswerk der Gemeinde oder die Oldenburger Tafel, viele benötigen für ihren seriösen Einsatz Geld. Auch der Erhalt von kulturellen Angeboten ist wichtig, zum Beispiel die Unterstützung vom Förderkreis der Musik in St. Ansgar. Natürlich gibt es auch einige, die den Soli dringend behalten müssen, weil sie vielleicht selbst durch Corona unter finanziellen Druck geraten sind oder ohnehin nicht viel zum Leben haben. Statt Geld zu spenden können Sie auch Zeit spenden durch ehrenamtliches Engagement. David Saß/Tobias Frick  

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