Weihnachten ganz anders - schon damals in Bethlehem

"Siehe, dein König kommt zu dir, ein gerechter und ein Helfer"

Dieses Prophetenwort können wir bei Sacharja 9,9 lesen. Als Jesus kurz vor seinem Tod am Palmsonntag auf einem Esel nach Jerusalem reitet, taucht dieses Motiv wieder auf. Jesus Christus ist der König. Wir feiern zu Weihnachten also die Geburt eines Königs: geboren in einem Stall, Ochs und Esel als Heizung, eine Futterkrippe als Bett. Welch armseliger Start ins Leben. Der Apostel Paulus überliefert ein altes Lied der ersten Christen (Philipper 2). In dem heißt es, dass Jesus "sich selbst entäußerte". Er legte ab, ließ zurück im Himmel. Er tauschte sozusagen den himmlischen Palast mit einer irdischen Hütte, um nah bei uns Menschen zu sein. Das ist Weihnachten. Das Kind im Futtertrog ist ein König, der ganz anders ist. Wie unlogisch das für uns ist, zeigen zum Beispiel die Weisen aus dem Morgenland, die, dem Stern folgend, dennoch zum Palast in Jerusalem abbiegen und nicht zum Stall nach Bethlehem. Wo sonst soll ein König denn geboren werden? Gott durchbricht unsere Denklogik und kommt in einem Stall zur Welt, - gar nicht royal und entgegen menschlichen Vorstellungen von Gott. Schon damals in Bethlehem zeigte sich: Er erscheint nicht so, wie wir denken. Weihnachten ganz anders! Gott begegnet uns auf Augenhöhe und oft da, wo wir ihn nicht vermuten. Aber er ist da. Er ist unter uns. Auch und gerade im mühseligen Alltag. Gerade auch jetzt in Corona- Zeiten. Er ist da, an unserer Seite. Wie wunderbar, großartig, unbegreiflich. Unter welchen Einschränkungen auch immer wir Weihnachten feiern: Weihnachten heißt: staunen über einen wunderbaren Gott. Das wünscht Ihnen Ihr Pastor Ramsauer

  • RSS
  • Zum Seitenanfang
  • Seite drucken

© 2020 Ev.-luth. Gesamtkirchengemeinde Eversten | Zietenstraße 6 | 26131 Oldenburg | Tel.: 0441-957000 | E-Mail: kirchenbuero.ol-eversten@No Spamkirche-oldenburg.de |