Ein Kreis, der im Verborgenen wirkt

Die Gründung des Gebetskreises hat eine lange Vorgeschichte, die unsichtbar mit dem Bau unserer Kirche 1988/89 begann. Frau Erika Meyer, die in Bloherfelde tief verwurzelt ist, war damals Gemeindekirchenratsmitglied, pflegte aber noch Kontakte zu einer sehr gebetsfreudigen Gemeinde in der Matthäus-Kirche in Bremen-Huchting und gehört bis heute zum Marburger Kreis. Sie kennt die Schicksale vieler Menschen in Bloherfelde seit Jahrzehnten. In ihrem Reinigungsladen, den sie von 1964 bis 2012 an der Bloherfelder Straße führte, hörte sie den Menschen zu, ließ ihnen Raum und bewegte ihre Schicksale in ihrem Herzen.

 

Als dann die Kirche stand und Menschen in den Gottesdienst strömten, traf sie viele ihrer Sorgenkinder dort wieder. Anfangs kamen viele, dann flaute der Gottesdienstbesuch ab, was sie mit Sorge wahrnahm. Es wuchs eine Vision in ihr, die in einem Traum 1991 zur Entscheidung reifte. Sie sah sich in der Kirche stehen, hörte sich sagen: Jetzt wird für euch gebetet!

 

Das wurde zum Startschuss. Sie fand einige Gemeindeglieder, um einmal monatlich im Kirchraum für die Gemeinde zu beten. Die Anliegen umfassen alles, was dem Erhalt und der Stärkung der Gemeinde dient, von der Bitte um den Segen für die Arbeit der Pastoren und des GKR bis hin zur Heilung kranker Menschen oder Kraft und Hoffnung für schwer Belastete.

 

Dabei kann jeder im Gebetskreis eigene Anliegen mitbringen. Eröffnet wird mit einem Anfangsgebet, dann folgt ein Lied und das Sammeln der Anliegen, für die anschließend frei und laut gebetet wird. Wer schon mal erfahren hat, dass für ihn gebetet wird, weiss, wie tief das bewegen und trösten kann. Auch die Pastoren dürfen sich gestützt und getragen wissen durch den Gebetskreis. Nach ca. einer Stunde wird mit dem Vater-Unser abgeschlossen. 

 

Während des Kosovo-Krieges gab es einen Aufschwung für den Kreis. Damals war Deutschland zutiefst geschockt und verängstigt. Viele neue Menschen schlossen sich für einige Monate an, um der Sinnlosigkeit dieses Krieges zu trotzen und den Menschen im Kosovo beizustehen.

 

Trotz einer ähnlich starken Betroffenheit nach Fukushima brachte diese Katastrophe keine neuen Teilnehmer. Es sollte uns dankbar stimmen, dass es Menschen in unserer Gemeinde gibt, die treu und unbeirrbar zu unserer aller Stärkung den Dialog mit Gott lebendig halten. Lassen wir uns Mut machen vom Wirken des Gebetskreises! E. Damm

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